Comparting 2014 Kommunikation

Jahr für Jahr eine Bereicherung

Das Ziel einer modernen Kundenkommunikation ist noch lange nicht erreicht.

Comparting 2014, © by CompartMit dieser Quintessenz endete heute das zweitägige Comparting in der Kongresshalle Böblingen. Mit rund 370 Teilnehmern aus dem In- und Ausland war das von Compart ausgerichtete Forum für innovatives Dokumenten- und Output-Management noch stärker besucht als in den Vorjahren.

Im Jubiläumsjahr fokussierte das Comparting die Frage, was nun, nachdem auch im Business der Wechsel von rein physischem zum Mehrkanalversand in vollem Gang ist, als nächstes kommt. Harald Grumser, Gründer, Mitinhaber und Vorstand von Compart, erläuterte angesichts der zunehmenden Rolle von Internet und mobilen Endgeräten in der Dokumentenverarbeitung, warum es künftig um die seiten- und geräteunabhängige Darstellung und Ausgabe von Dokumenten geht.

Fakt ist: Die Trennung von Daten und Layout ist unumgänglich. Laut Harald Grumser müssen die zu transportierenden Inhalte viel stärker als bisher an den Ausgabekanal angepasst werden. Dabei kristallisiert sich PDF als ein ungünstiges Format heraus, um auf Smartphone- oder Tablet-Displays angezeigt zu werden. Zwar favorisieren viele Nutzer nach wie vor noch PDF-Dateien, weil damit Inhalte klassisch im DIN-A4-Format angezeigt werden können, was die Menschheit seit jeher gewohnt ist. Doch der Standard 21 x 29,7 cm funktioniert heute nicht mehr an allen Stellen, weshalb althergebrachte Kanäle, die sich an A4 orientieren, von seitenformatunabhängigen Medien abgelöst werden. HTML5 sei vor diesem Hintergrund das Format der Zukunft, lautete das Fazit von Harald Grumser. Er sprach in diesem Zusammenhang auch von einer Koexistenz von Daten und Dokumenten, die den gesamten Fachkongress thematisch prägte.

Papier bleibt ein wichtiger Versandweg

Vor diesem Hintergrund erregte das Anfang Oktober, also unmittelbar vor dem Comparting erschienene neue Release 2.2 von DocBridge Mill Plus das besondere Interesse der Besucher. Es versetzt Unternehmen unter Ausnutzung ihrer historisch gewachsenen IT-Infrastruktur in die Lage, Dokumente, unabhängig von Typ, Format und Quelle so aufzubereiten, dass sie auf allen physischen und elektronischen Wegen versendet werden können. Technologische Grundlage dafür ist nämlich eine Komponente für die Erzeugung von HTML5-Dateien. Zudem unterstützt Comparts Lösung die Erstellung von XMP-Metadaten und treibt damit die Automatisierung im digitalen Dokumentenaustausch weiter voran.

Dabei ist die automatisierte Weiterverarbeitung von Daten nur ein Aspekt eines modernen Output-Managements. Vielmehr müsse man grundsätzlich über eine Neustrukturierung in der Kundenkommunikation nachdenken, wie das renommierte Beratungshaus Porst und Steiner in seiner Keynote darlegte. Schließlich erwachsen aus dem Spannungsfeld zwischen sich änderndem Kundenverhalten, neuen technischen Möglichkeiten und zunehmenden gesetzlichen Auflagen verschiedene Herausforderungen, denen sich mit herkömmlichen Methoden nur schwerlich begegnen lässt. Kunden kommunizieren heute multimedial und erwarten schnellere Reaktionen seitens der Unternehmen, so eine der Grundaussagen. Mobile Kanäle spielen dabei eine Schlüsselrolle. Dies habe natürlich Auswirkungen auf den Versand von Dokumenten, so der Referent Carsten Hinze, und stützte somit indirekt die These, dass es künftig darum geht, Dokumente für jede Art von physischen und elektronischen Kanälen schon in der Erstellung „zu präparieren“.

Trotzdem bleibe Papier weiterhin ein wichtiger Versandweg, vor allem, wenn es um haptisch und optisch hochwertige sowie sensible Dokumente gehe. Daher spielen laut Carsten Hinze sogenannte Hybridlösungen, bei denen je nach Bedarf physische und elektronische Kanäle gleichermaßen bedient werden, eine wichtige Rolle.